DER SONNE ENTGEGEN: TEIL 2

„Kabel und Verbindungslösungen von LAPP helfen dabei, unsere Produkte hochwertiger und damit einzigartig zu machen.“

Claude Middleton, Managing Director HellermannTyton
Überzeugt: Claude Middleton, Managing Director von HellermannTyton in Südafrika, setzt auf Qualität von LAPP

Die meisten davon liefert LAPP nicht direkt auf die Baustelle, sondern über die Firma HellermannTyton. Ortswechsel. Zurück in Johannesburg, Milky Way Ave 34 im Linbro Business Park. Alan Mulder hat Jeans und blaues Hemd gegen Anzug, weißes Hemd und orange Krawatte getauscht. Chad Andrews, Geschäftsführer von LAPP Südafrika, begleitet ihn. Beide besuchen mit HellermannTyton den Kunden, der für LAPP die Tür zum Solargeschäft weit geöffnet hat. Eine Branche, die auch für einen der weltweit größten Produzenten von elektrischem Kabelzubehör, -verbindungen und -komponenten ein wichtiger Wachstumsmarkt geworden ist. In 39 Ländern ist HellermannTyton aktiv und beschäftigt dabei 5.000 Mitarbeiter. „Zu LAPP haben wir eine ganz besondere Beziehung“, erzählt Claude Middleton, Geschäftsführer von HellermannTyton Südafrika. „Denn die Kabel und Verbindungslösungen helfen dabei, unsere Produkte hochwertiger und damit einzigartig zu machen.“

Middleton greift sich beim Rundgang durch die Produktion von HellermannTyton einen Kabelschutzschlauch von LAPP. Der SILVYN® EMC AS-CU steht symbolisch für die Partnerschaft der beiden Unternehmen, die in den vergangenen zwei Jahren im Zusammenhang mit dem Bau von Solarparks intensiviert wurde.

Hart im Nehmen: Spezialkabel und Verbindungen von LAPP

Der Schutzschlauch mit einem Durchmesser von 17 Millimeter besteht aus einem Metallwendel, der dank der ineinander verhakten Profile extrem flexibel und dennoch sehr stabil gegenüber äußerer Krafteinwirkung sowie mechanischer Bewegung ist und daher als Schutz der im Inneren verlegten Solar- und Motorenkabel dienen kann. Sie verbinden die jeweils 80 Zentimeter breiten, 60 Zentimeter hohen und 30 Zentimeter tiefen Steuerungsboxen aus Stahlblech mit Motoren und Sensoren. Es sind kleine Zauberkästen, denn der Inhalt ist streng geheim. Im Durchschnitt 250 Bauteile sind darin zu einer Art „Gehirn“ verbaut, das später die Anlage intelligent steuert und damit auch die Effizienz sicherstellt. Das wichtigste Qualitätskriterium von SILVYN® EMC AS-CU ist der optimale Schutz vor elektromagnetischen Störungen.

Die könnten im Extremfall den ganzen Park lahm legen. Was das bedeutet, erklärt Middleton. „Ich habe vor wenigen Dingen Angst, aber wenn es auf so einem Solarpark während eines Sommersturms gewittert und der Blitz einschlägt, möchte ich nicht dort sein“, erzählt er. Die dann kurzfristig auftretende Überspannung würde die sensible Steuerungstechnik in den Verteilerboxen nicht überstehen. Die vernickelten Messingschlauchverschraubungen SILVYN® MSK-M BRUSH von LAPP besitzen hunderte feine Kupferdrähte, die eine optimale 360-Grad-Schirmung garantieren und so unerwünschte Überspannungen aus dem Inneren der Boxen fernhalten. „Als wir uns auf dem Markt umgeschaut haben, haben wir nichts Vergleichbares gefunden. Wir bauen hochwertige Komponenten für die Solarindustrie und dazu benötigen wir die Qualität der Verbindungslösungen von LAPP.“

Maßgeschneidert: Der Bau der Steuerungsboxen ist Handarbeit

Maximal möglicher Service
Für jedes Projekt baut HellermannTyton maßgeschneiderte Steuerungsboxen. In Handarbeit. Es ist eine Detailarbeit, bei der jeder Handgriff sitzen muss. „Wir konfektionieren die Kabel, bauen sie ein, testen jede einzelne Box und liefern sie aus – fast jede ist anders“, erzählt Middleton. „Am Ende bekommt der Kunde ein speziell auf seine Bedürnisse zugeschnittenes Produkt, das er wie beim Plug-and-play aus der Computerbranche nur noch anschließen muss – und es funktioniert.“ Im Gesamtprojekt handele es sich zwar um ein relativ kleines Produkt, so der Geschäftsführer, aber Wertigkeit, Sicherheit und Qualität seien wichtige Verkaufsargumente. Vor allem angesichts der extremen Anforderungen an die Technik. Nur zwölf Mitarbeiter sind später für Betrieb und Wartung des Solarparks zuständig.

Produktqualität ist das eine, Service und Beratung das andere. Als Andrews erfährt, dass HellermannTyton für ein anderes Testprojekt größere Verbindungen benötigt, sichert er spontan sechs Kabelverschraubungen SKINTOP® ST-M mit einem Durchmesser von 50 Millimetern zu. „Und wir legen auch noch gleich ein viereinhalb Meter langes Kabel dazu“, kündigt Andrews an. Am Nachmittag macht Mulder einen Abstecher zu HellermannTyton und gibt die Muster ab.

Middleton schätzt das Engagement. „Beim Bau einer so großen Anlage ist die Gefahr groß, dass man etwas vergisst. Man kann dann nur hoffen, dass es sich dabei um ein Produkt von LAPP handelt“, scherzt der Geschäftsführer. „Wir haben immer das Gefühl, dass wir den maximal möglichen Service bekommen.“ Seit kurzem wird das SILVYN® EMC AS-CU in größeren Längen angeliefert, so dass sich der Ausschuss für HellermannTyton bei der Weiterverarbeitung verringert. Auch hinter dieser Maßnahme steckt der gemeinsame Austausch mit dem Ziel, Produkt und Prozesse ständig zu optimieren. Die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Kunden gilt auch im Fall von vermeintlichen Reklamationen. Nachdem zum Beispiel in eine Steuerungsbox auf dem Dach eines Einkaufszentrums in Pretoria Wasser eingedrungen ist und dies nach erster Auskunft an der Verbindung liegen soll, steigen Middleton und Andrews kurzerhand gemeinsam nach oben. Schnell ist klar: Mit den Boxen von HellermannTyton und den Verbindungslösungen von LAPP hat das Problem nichts zu tun.

     
 

 

 

JUNGEN MENSCHEN SOLL EIN LICHT AUFGEHEN

Dass ganze Dörfer ohne Elektrizität leben, ist für die meisten kaum vorstellbar. In der 4.500-Seelen-Gemeinde Chitondo in Mosambik ist das Realität. Weil Licht und auch Bildung Leben bedeuten, setzt der gemeinnützige Verein solar learning aus Stuttgart genau an diesen beiden Punkten an. Ziel ist es, Elektrizität in Form von Solarenergie in afrikanische Dörfer wie Chitondo zu bringen und Jugendliche vor Ort nach ihrer offiziellen Schulzeit ein halbes Jahr lang im Bereich Solartechnik auszubilden.

„In Chitondo läuft derzeit unser Pilotprojekt“, erzählt Michel Sinn von solar learning. Auf dem Dach der örtlichen Schule wird noch in diesem Jahr eine Solaranlage installiert. Jeder der 32 Schüler bekommt eine LED-Lampe, die er während des Unterrichts in der Schule mithilfe der gewonnenen Solarenergie laden kann. Der Verein hat bereits Lehrer vor Ort ausgebildet, die den 14- bis 16-Jährigen in Fächern wie Elektrotechnik, Verkabelungstechnik für Solaranlagen, aber auch Nachhaltigkeit oder Müllentsorgung Wissen vermitteln. „Nach dem Unterricht nehmen die Schüler ihre geladenen Akkus mit nach Hause. Die Familie hat abends Licht und kann zudem ein Handy aufladen“, erklärt Michel Sinn. Nach ihrer Ausbildung entscheiden sich die Jugendlichen im Idealfall auch privat irgendwann für eine Solaranlage anstatt eines Dieselgenerators, weil sie die Technik beherrschen und die Vorteile kennen.

Auch LAPP ist am Projekt beteiligt. Für den Piloten in Mosambik hat das Unternehmen 1.500 Meter ÖLFLEX® Kabel für die Beleuchtungssysteme der Haushalte gespendet. „Wir sind froh über die Unterstützung“, sagt Sinn. Zum einen, weil der Verein mit LAPP einen lokalen Partner gewonnen hat. Vor allem aber, weil die robusten Kabel den anspruchvollen Umgebungsbedingungen trotzen.

 
     

 

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